Was ist der Black Friday? Geschichte & Ursprung

Der Black Friday 2020 steht bereits vor der Tür.

Heute ist er kaum noch wegzudenken, doch vor einigen Jahren war vielen der Begriff noch völlig fremd: der Black Friday. An diesem bestimmten Freitag im November locken Geschäfte und vor allem zahlreiche Onlineshops mit besonders attraktiven Deals und Angeboten. Warum das so ist und woher dieser Brauch kommt, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Was ist der Black Friday

Nicht zu verwechseln gilt es den Black Friday, zu Deutsch „schwarzer Freitag“, mit dem Tag des Börsencrashs in New York 1929, welchen wir eigentlich als Schwarzen Freitag kennen. In den USA heisst dieser Tag jedoch „Black Thursday“ und hat mit dem Black Friday nichts zu tun. An diesem Tag passiert so ziemlich das Gegenteil eines Börsencrashs, denn an diesem Tag werden in den meisten Geschäften die grössten Umsätze des Jahres gemacht. Bereits seit 2005 ist er für Händler in den USA der umsatzstärkste Tag des Jahres.

Der Black Friday ist in den USA immer am vierten Freitag im November, dem Tag nach Thanksgiving. Das macht ihn zu einem beliebten Brückentag, an dem viele Amerikaner ihre Weihnachtseinkäufe erledigen. Natürlich wissen die Unternehmen das und reagieren entsprechend mit lukrativen Rabatten und Angeboten, die nur an diesem speziellen Tag gelten. Viele Geschäfte öffnen schon in den Morgenstunden und es ist kein seltenes Bild, dass sich dort bereits am Abend zuvor lange Schlangen bilden.

Doch viele Käufer nutzen mittlerweile nicht nur den Brückentag, sondern das ganze Wochenende für ihre Einkäufe. Bei vielen Geschäften erstreckt sich daher der „Black Friday Sale“ über die gesamten drei Tage. In immer mehr Onlineshops wird sogar eine ganze Black Week veranstaltet, die dann mit dem Cyber Monday endet. Neben dieser Black Friday Woche gibt es aber im November noch einen weiteren Schnäppchen-Tag: Den Singles Day. Nun aber zurück zum Black Friday.

Black Friday Europa
Der Black Friday wird längst auch in Europa gefeiert. Die Black Friday Umsätze in verschiedenen europäischen Ländern sind in den letzten Jahren stark gewachsen.

Der Black Friday in Deutschland

Für die meisten Deutschen ist der Black Friday bereits so etwas wie Tradition. Doch noch vor einigen Jahren kannte ihn hier noch niemand. Das erste Unternehmen, das auch in Deutschland am Black Friday mit Sonderrabatten lockte, war der amerikanische Tech-Konzern Apple im Jahr 2006. Allerdings verwendete Apple dabei nicht den Begriff „Black Friday“. Es war eher die Rede von einem „eintägigen Shoppingevent“.

In den folgenden Jahren nahm die Bekanntheit des Black Friday stetig zu. Im Jahr 2013 warben bereits 500 Unternehmen online mit Rabatten zum Black Friday. Nur 3 Jahre später erzielten deutsche E-Commerce Unternehmen am Black Friday Wochenende bereits 360 Millionen Euro Umsatz. Während in den USA am Black Friday vor allem der stationäre Handel Rabatte und Aktionen anbietet, konzentrieren sich in Europa vor allem Online-Shops auf das Black Friday Wochenende.

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Black Friday in Europa

Die Firma Apple hat nicht nur in Deutschland für den Start der Black Friday Aktionen gesorgt. Die „eintägige Rabattaktion“ fand 2006 und auch in den darauffolgenden Jahren in vielen europäischen Ländern statt. Einige europäische E-Commerce Unternehmen rollten in den Folgejahren gleich europaweit ihre ersten Black Friday Aktionen aus. In den letzten Jahren ist in fast allen Ländern der Umsatz am Black Friday weiter gestiegen.

Black Friday in Europa vs. USA

Der grosse Unterschied zwischen dem Black Friday Sale in Europa und den USA ist wohl der “Ort des Geschehens”. In den USA gibt es die beliebten Rabatte vor allem im stationären Handel. Menschen pilgern in Massen schon in der Nacht zuvor vor die Geschäfte und Einkaufszentren, um auf keinen Fall die schnell ausverkauften Mega-Deals zu verpassen. In Europa ist das Ganze etwas entspannter, denn den Grossteil der Black Friday Deals findet man in Onlineshops und Internetportalen. Doch auch hier gilt es oft, schnell zu sein. Die besten Deals sind oft limitiert und sehr schnell ausverkauft. Wer hier den schnellsten Rechner hat, gewinnt.

Einiges zur Geschichte des Black Friday

Aus Filmen und Fernsehen mittlerweile weltweit bekannt sind die grossen jährlichen Paraden in den USA, die zu Thanksgiving veranstaltet werden. Häufig wird als letzte Figur ein Santa Claus gezeigt, was für viele Amerikaner die Vorweihnachtszeit einläutet. Die Paraden werden häufig von grossen Einkaufshäusern gesponsert und als Werbeplattform für deren Weihnachtsgeschäft genutzt. Daraus entwickelte sich über die Zeit das ungeschriebene Gesetz, das Weihnachtsgeschäft erst nach Thanksgiving zu beginnen.

Zum ersten Mal wurde der Begriff „Black Friday“ bereits 1966 in Philadelphia, USA, verwendet. Das dortige Polizeirevier bezeichnete den Tag nach Thanksgiving als Black Friday, allerdings nicht aus Begeisterung. Der Tag eröffnete schon damals offiziell das Weihnachtsgeschäft und es zog die Massen in die Innenstädte. Die Folgen waren massive Staus, überfüllte Gehwege und völlig überlastete Geschäfte von Öffnung bis Schliessung. Für die Polizei wohl kein besonders ruhiger Arbeitstag.

Ob das allerdings der Grund ist, warum Händler den Tag heute auch so nennen, ist nicht belegt. Weitere Theorien behaupten zum Beispiel der Begriff hätte seinen Ursprung darin, dass viele Händler an diesem Tag von den roten wieder in die schwarzen Zahlen kommen.

Gibt es Beeinträchtigungen am Black Friday?

Sowohl online als auch im stationären Handel lässt sich am Black Friday jede Menge Geld sparen. Wer gut vorbereitet ist, wird sicher fündig und kann sich oder seinen Lieben den ein oder anderen Weihnachtswunsch sehr günstig erfüllen. Allerdings gibt es die ein oder andere Hürde zu beachten.

Black Friday Schaufenster

Wer im Geschäft einkaufen geht, darf an diesem Wochenende nicht mit einem entspannten Einkaufsbummel rechnen. Die Geschäfte werden häufig geradezu überrannt, viele Menschen nehmen die Schnäppchenjagd sehr ernst und man wird nicht selten mit hysterischen, hektischen Einkäufern konfrontiert. Auch führt die schiere Masse an Menschen dazu, dass kaum ein Verkäufer wirklich Zeit und Nerven für eine richtige Kundenberatung hat. Wer also „nur mal schauen“ oder sich informieren will, sollte dieses Vorhaben am besten um eine Woche verschieben.

Im Onlinehandel hingegen ist es wesentlich ruhiger, wenn auch nicht unbedingt weniger hektisch.

Auch online sind viele Angebote limitiert oder nur für kurze Zeiträume gültig. Wer hier etwas abstauben will, braucht als erstes eine absolut stabile Internetleitung und einen leistungsfähigen Rechner. Danach gilt es vor allem, schnell zu sein. Besuchen zu viele Nutzer auf einmal eine Website, machen deren Server häufig schlapp. Das führt meistens dazu, dass bis auf wenige sehr schnelle Nutzer niemand mehr auf die Seite kommt.

Ein weiteres Ärgernis bietet sich sowohl online als auch im Geschäft dadurch, dass einige Händler absichtlich im Vorfeld des Black Friday Preise erhöhen und reduzierte Artikel aus dem Sortiment nehmen. Hierdurch wird dem Kunden ein Mehrfachprofit verwehrt und der Händler spart Geld. Es lohnt sich also die gewünschten Händler im Vorfeld zu besuchen und die Preise und Angebote zu beobachten.

Kritik erntet der Black Friday immer wieder, vor allem, weil er traditionell nicht zu Deutschland und Europa passt. Zwar wird auch hier regional das Erntedankfest gefeiert, allerdings in einem Rahmen, der mit den USA kaum vergleichbar ist. Auch ist Erntedank hier kein fester Feiertag, wodurch auch kein Brückentag am Black Friday stattfindet. Er passt also eigentlich nicht in das europäische Kulturbild. Ein weiterer Kritikpunkt ist die häufige Intransparenz der Händler. Angebote sind nicht nachvollziehbar und oft ist die Ersparnis am Ende nicht besonders hoch, es wird aber als ein Mega-Deal beworben. In jedem Fall lohnt es sich gut vorbereitet zu sein.

Einige der Top-Shops am Black Friday 2020 entdecken:

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Wollen Sie mehr zu den Hintergründen zum Black Friday erfahren?

Wann ist Black Friday?

Der Black Friday ist immer genau am Freitag nach Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest. Dieses Jahr ist der schwarze Freitag somit am 27. November. Die Black Week startet aber bereits am Montag und deshalb rechnen wir bereits dann mit den ersten Black Week Deals.

Warum Black Friday?

Der Black Friday ist ursprünglich keine deutsche Tradition sondern ist sozusagen aus den USA importiert worden. Schon seit bald 100 Jahren ist der Black Friday der verrückteste Shopping-Tag des Jahres. Früher war es lediglich ein Brückentag aber dann begannen immer mehr Warenhäuser Rabatt-Aktionen zu starten.

Black Friday Deutschland